Nicht jede Versicherung ist sinnvoll!
Ihr Leben, Ihre Arbeitskraft, das Fahrrad, die Wohnungseinrichtung, das Reisegepäck - fast alles läßt sich heute versichern.
Die Frage ist, ob sich das auch lohnt. Denn nicht jede Police ist sinnvoll.
Durchschnittlich gibt jeder Haushalt in Deutschland knapp 3.000,- € im Jahr für Versicherungen aus. Mal abgesehen von der Krankenversicherung und der Kfz-Haftpflicht sind alle anderen Veträge keine Pflichtpolicen.
Neben vielen notwendigen Verträgen gibt es auch eine ganze Reihe von Policen, die nur für die Versicherungsunternehmen und ihre Vertreter von Vorteil sind, dem Kunden aber so gut wie keinen Nutzen bringen. Doch der Kunde zahlt Geld dafür, Geld, welches er wesentlich sinnvoller anlegen könnte.
Andererseits fehlen häufig die wichtigsten Verträge überhaupt, die Private Haftpflicht und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Ein sträflicher Leichtsinn! Denn beide Policen decken Risiken ab, die kein Normalverdiener selbst tragen könnte.
Die Private Haftpflicht deckt Schäden, die Sie selbst verursachen und für die Sie in unbegrenzter Höhe haften. Sie zahlt nicht nur die teure Vase, die Sie beim Besuch Ihres Nachbarn versehentlich zerbrochen haben, sondern auch, wenn Sie beispielsweise als Skifahrer auf der Piste einen anderen so schwer verletzen, daß dieser lebenslang im Rollstuhl sitzt. Können Sie sich vorstellen, wie schnell da Millionenbeträge an Schadensersatzleistungen zusammen kommen? Deswegen ist bei der privaten Haftpflicht eine hohe Versicherungssumme äußerst wichtig. Sie sollte mindestens 5 Mill. EURO betragen. Die Kosten für eine solche Private Haftpflicht sind vergleichsweise gering. Eine gute Police bekommen Sie schon für ca. 50,- € im Jahr.
Hunde- und Pferdebesitzer sollten eine extra Tierhalterhaftpflicht abschließen.
Häuslebauer brauchen eine Bauherrenhaftpflicht.
Selbständige und Freiberufler brauchen je nach Beruf eine Berufshaftpflicht.
Diese speziellen Risiken sind nicht in einer Privaten Haftpflicht abgesichert.
Berufsunfähigkeitsversicherungen sind für alle notwendig, die von ihrer Arbeitskraft leben. Denn die gesetzliche Rentenversicherung zahlt bei Berufsunfähigkeit von Personen, die nach dem 01.01.1961 geboren sind, kaum noch etwas. Wer nicht schon selbst vorgesorgt hat, der wird böse erwachen, wenn er durch Krankheit oder Unfall seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Doch dann ist es zu spät.
Besonders für Gutverdienende ist da ohne private Absicherung der finanzielle Abstieg vorprogrammiert.
Und Berufseinsteiger, die noch keine 5 Jahre arbeiten, bekommen von staatlicher Seite keinen Cent. Gerade für junge Leute ist diese Absicherung noch relativ preiswert. Mit dem Alter steigt hier der Beitrag kräftig an.
Neben diesen beiden absolut notwendigen Absicherungen gibt es auch, wie schon gesagt, einige Versicherungen, die für den Kunden nutzlos sind.
Beispielsweise die Reisegepäckversicherung. Dank vieler Ausschlußgründe, die im Kleingedruckten stehen, kann sich der Versicherer vor der Zahlung drücken. Manchmal ist es auch billiger, einmal den Schaden zu zahlen, z.B. bei Glasbruch oder Fahrraddiebstahl, als jahrelang die Beiträge zu entrichten.
Zumal jeder für solche relativ geringen Finanzrisiken auch anders vorsorgen kann, z.B. durch Sparen. Legen Sie monatlich einen kleinen festen Betrag auf ein Tagegeldkonto, dann kassieren Sie attraktive Zinsen und Ihr Geld ist im Notfall jederzeit verfügbar.















