Kapitallebensversicherung - Glaube und Wirklichkeit
Die klassische Lebensversicherung, auch Kapitallebensversicherung genannt, ist schon oft totgesagt worden. Leider gibt es sie immernoch. Genauer gesagt laufen ca. 97 Millionen Lebensversicherungsverträge derzeit in Deutschland. Rein statistisch gesehen hat damit jeder Deutsche ( vom Baby bis zum Rentner) mindestens eine solche Police.
Und genau damit verlieren Millionen von Menschen Jahr für Jahr bares Geld.
Nicht nur, weil jeder zweite Vertrag vorzeitig gekündigt wird und der ausgezahlte Rückkaufswert wesentlich geringer ist, als der Beitrag, den man bis zum Kündigungstermin eingezahlt hat.
Nein, selbst wer brav 20, 30 oder auch 40 Jahre (je nach Laufzeit des Vertrages) einzahlt, wird nach Ablauf feststellen, dass es ein Verlustgeschäft war. Doch dann ist es zu spät.
Wußten Sie eigentlich, dass Kapitallebensversicherungen (wie auch klassische Rentenversicherungen, Aussteuer-, Ausbildungs- und Sterbegeldversicherungen) laut einem Gerichtsurteil des Landgerichts Hamburg aus dem Jahre 1983 als "legaler Betrug" bezeichnet werden dürfen? Was denken Sie, warum?
Weil es sich hierbei um einen äußerst undurchsichtigen und miserabel verzinsten Sparvertrag, gekoppelt mit einem meist viel zu niedrigen Todesfallschutz, handelt.
Die meisten Verbraucher glauben, wenn Sie monatlich 100,- € in eine Kapitallebensversicherung einzahlen, dann wird dieser Betrag auch für sie gespart. Viele wissen gar nicht, dass eine Kapitallebensversicherung eine Kombination aus Risikolebensversicherung (Absicherung für den Todesfall) und einem mager verzinsten Sparvertrag ist. Dabei gibt’s den Todesfallschutz natürlich nicht gratis. Er muß bezahlt werden, mit einem Teil Ihrer Sparrate. Das ist allerdings im Vertrag nicht extra ausgewiesen.
Genauso, wie der Vertragsabschluß an sich nicht kostenlos ist. Oder glauben Sie wirklich, der Versicherungsvertreter kommt abends für 2 Stunden zu Ihnen nach Hause und berät Sie gratis? So, wie der Lohn der Verkäuferin in den Waren eingepreist ist oder das Gehalt des Autoverkäufers im Verkaufspreis des Fahrzeugs enthalten ist, so sind die Provision des Vertreters oder Beraters und die Kosten für die Verwaltung des Vertrages im Gesamtbeitrag enthalten und werden von Ihren ersten Beiträgen bezahlt. Damit beginnen Sie Ihren Vertrag erst einmal im Minus, bis Sie in einigen Jahren dann ins Plus kommen.
Kündigen Sie Ihren Vertrag nach kurzer Laufzeit (1-2 Jahre), dann erhalten Sie meist gar nichts oder nur sehr wenig von Ihren Beiträgen zurück. Eine Aufstellung über die exakte Verrechnung der Kosten erfolgt schon gar nicht.
D.h. Sie wissen nicht,
- wieviel Sie eigentlich der Todesfallschutz im Vertrag kostet,
- wieviel Sie dem Vertreter für den Abschluß zahlen mußten,
- geschweige denn, wieviel von Ihrem Geld letztendlich zum Sparen angelegt wird.
Im Grunde genommen kaufen Sie mit einer Kapitallebensversicherung sprichwörtlich "die Katze im Sack". Ihre monatliche Rate fließt in einen großen Topf und Sie wissen nicht, wieviel da nach Abzug aller Kosten noch drin ist und für Sie gespart wird. Doch genau das ist doch das Wichtigste, gerade wenn ein solcher Vertrag für Ihre Altersorsorge gedacht ist.
Mein TIPP: Wenn Sie bereits eine oder mehrere private Lebensversicherungen besparen und gern wissen möchten, ob sich Ihre Lebensversicherung(en) überhaupt für Sie lohnt und mit welcher Alternative Sie sehr viel sinnvoller und ertragreicher vorsorgen können, dann ist der Selbstlernkurs des FinanzPlanTeams –
Sind private Lebensversicherungen wirklich die ideale Vorsorge? - genau das Richtige für Sie:















