Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr - ein richtig gutes Geschäft für die Versicherung !

Sicher haben auch Sie sich schon oft gefragt, wofür habe ich eigentlich eine Unfallversicherung? Mir ist noch nie etwas Ernsthaftes passiert und doch zahle ich Monat für Monat meine Beiträge. Und die sind weg, auch wenn ich die Versicherung nicht in Anspruch nehmen muß.

Da haben Sie vollkommen Recht. Das ist bei jeder Risikovorsorge so.

Denn mit dem Abschluß einer Unfallversicherung (oder einer anderen Risikovorsorge) beauftragen Sie die jeweilige Versicherungsgesellschaft, das Risiko zu übernehmen, falls Sie durch einen Unfall dauerhafte, gesundheitliche Schädigungen erleiden.

Die Gesellschaft zahlt im Ernstfall dann die vereinbarte Leistung. Bis es zu einem Leistungsfall kommt, zahlen Sie einen entsprechenden Beitrag dafür, daß die Gesellschaft dieses Risiko übernimmt. Auch wenn der Leistungsfall nicht eintritt, hat die Gesellschaft trotzdem das Risiko übernommen.
Und das kostet Geld.

Nun könnte man meinen, Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UPR) ist das ideale Produkt zur Absicherung gegen Unfallschäden, denn der Versicherte bekommt am Ende der Laufzeit die eingezahlten Beiträge zurück - egal, ob ihm etwas passiert oder nicht.

Sozusagen: eine Unfallversicherung zum Nulltarif.

Ein toller Werbe-Slogan und viele Verbraucher fallen darauf rein.

Fakt ist: Es gibt natürlich keine Beiträge zurück. Sie bekommen auch nichts geschenkt.

Das hier am Ende der Laufzeit Geld ausgezahlt wird, liegt an der geschickten Gestaltung dieses Versicherungsvertrages.

Denn Sie kaufen hier nicht nur eine Risikovorsorge im Unfallbereich, sondern gleich dazu noch eine Kapitallebensversicherung (KLV). Beides in einem Vertrag verpackt und äußerst geschickt vermarktet.

UPR = Unfallversicherung  +  Kapitallebensversicherung

Die meisten Verbraucher wissen das gar nicht und der Vermittler wird sich hüten, dieses Geheimnis zu lüften. Denn er verdient an einer UPR erheblich mehr Provision, als an einer normalen Unfallversicherung.

Auch die Gesellschaft macht ein richtig gutes Geschäft. Sie kann mit dem zusätzlichen Geld aus dem Sparvertrag langfristig arbeiten und Gewinne erwirtschaften. Sie bekommen einen garantierten Zins von derzeit 2,25 % + nicht garantierte Überschüsse.

Auf den Punkt gebracht:

Der Beitrag zu einer UPR ist um ein Vielfaches höher als bei einer normalen Unfallversicherung. Denn dieser setzt sich zusammen aus dem Risikobeitrag zur Unfallversicherung und dem Beitrag zur KLV. Dieser wiederum teilt sich auf in einen Risikokostenanteil für den Todesfallschutz in der KLV, den Abschluß- und Verwaltungskosten und dem Sparbeitrag. Sie als Kunde erhalten nach Ablauf des Vertrages lediglich den Sparbeitrag nebst Zinsen zurück.
Die Rendite der KLV ist mitunter schlechter als auf dem Sparbuch und der Unfallschutz viel zu niedrig.

Sollten Sie eine UPR in Ihren Versicherungsunterlagen entdecken, dann schauen Sie doch einfach mal in das Kleingedruckte.

Die bessere Alternative: Schließen Sie eine preisgünstige Einzelunfallversicherung ab und investieren Sie die Differenz zum UPR-Beitrag (i.d.R. 50,- € und mehr) auf ein Tagegeldkonto zum kurzfristigen Sparen oder in einen Fondssparplan zum langfristigen Sparen.

Einen Kommentar schreiben