Damit der Skiurlaub nicht zum Alptraum wird
Jahr für Jahr zieht es wieder viele Wintersportler in die Skigebiete in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Hohe Berge, strahlender Sonnenschein, viel Schnee und die richtige Ausrüstung - mehr braucht man nicht für den perfekten Winterurlaub.
Oder?
Damit der Spass im Schnee nicht zum schmerzhaften Alptraum wird, sollten Sie auch an den passenden Versicherungsschutz denken. Wintersportunfälle passieren immer wieder und können erhebliche gesundheitliche und finanzielle Folgen haben. Spezielle Sportversicherungen für Wintersportler, die häufig von Alpanvereinen und Skiverbänden angeboten werden, sollten Sie meiden. Die sind teuer und schützen Sie nur in dem speziellen Fall. Besser und vor allem preiswerter sind die private Haftpflicht, die private Unfallversicherung und die Auslandsreise-Krankenversicherung.
Die private Haftpflichtversicherung ist in jedem Fall ein MUSS. Sie schützt nicht nur im Alltag, sondern auch auf der Skipiste.
Wenn Sie beim Ski- oder Snowboardfahren eine andere Person schwer verletzen, haften Sie für diesen Schaden per Gesetz mit Ihrem gesamten Vermögen . Neben Bergungs- und Behandlungskosten kann es passieren, dass Sie lebenslang für den Unterhalt der verletzten Person aufkommen müssen, wenn diese aufgrund des Unfalls nicht mehr selbst dafür sorgen kann. Dann können Sie im ungünstigsten Fall mit Kosten in Millionenhöhe rechnen, die ganz sicher zum finanziellen Ruin führen, wenn Sie keine entsprechende Absicherung haben.
Die private Haftpflichtversicherung übernimmt dieses Risiko. Gemessen an einem möglichen Schaden sind die Kosten für diese Versicherung äußerst gering.
Wenn Sie bereits eine solche Police schon vor Jahren abgeschlossen haben, empfiehlt es sich, vor Reisebeginn diese nochmal zu überprüfen.
- Ist die Versicherungssumme ausreichend hoch?
- Welcher Geltungsbereich ist angegeben?
- Gibt es Klauseln in den Bedingungen, die bestimmte Sportarten ausschließen?
Die Versicherungssumme sollte mindestens 5 Millionen Euro betragen, damit Sie auch bei schweren Personenschäden ausreichend abgesichert sind. In der Regel gilt die private Haftpflicht weltweit, im Ausland jedoch oft zeitlich begrenzt. Bei älteren Police kann es vorkommen, dass der Schutz auf Europa begrenzt ist. In den Haftpflichtbedingungen finden Sie die Ausschlußklauseln.
Stellen Sie fest, dass Ihr Vertrag nicht mehr zeitgemäß ist, können Sie bei Ihrem Versicherer nach einem Tarifwechsel fragen. Dieser ist relativ problemlos und schnell möglich.
Alternativ können Sie auch das Preis/Leistungsverhältnis verschiedener Anbieter von Haftpflichtversicherungen vergleichen und einen günstigeren Anbieter wählen. Ihre Haftpflichversicherung können Sie mit einer Frist von 3 Monaten zum Versicherungsablauf kündigen.
Die private Unfallversicherung ist die zweite wichtige Versicherung für Wintersportler, die vor allem die eigenen Schäden absichert. Wenn Sie beispielsweise nach einem Sturz auf der Piste so schwer verletzt sind, dass Sie lebenslang auf den Rolllstuhl angewiesen sind, zahlt die private Unfallversicherung je nach Tarif und Grad der Invalidität eine einmalige Summe oder eine monatliche Unfall-Rente. Das bedeutet für Sie finanzielle Sicherheit, vor allem nach schweren Unfällen. Zudem übernimmt die private Unfallversicherung in der Regel auch die Bergungskosten, das heißt alle Kosten, die beim Suchen eines Verunglückten, beim Retten und ihn ins nächste Krankenhaus bringen, anfallen. Gerade Wintersportler können nach einem schweren Unfall oft nur mit einem Rettungshubschrauber geborgen und transportiert werden. Das kann dann sehr teuer werden. Gut, wenn man eine Unfallversicherung abgeschlossen hat.
Noch besser ist natürlich die private Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei Unfall und Krankheit zahlt. Die vereinbarte Berufunfähigkeitsrente erhalten Sie dann, wenn Sie beispielsweise aufgrund eines Skiunfalls invalide werden und zu mindestens 50 Prozent Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Bedenken Sie jedoch, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist im Vergleich zur Unfallversicherung wesentlich teurer und oft nur für junge Menschen bezahlbar. Der Beitrag ist abhängig vom Eintrittsalter, der Höhe der monatlichen Rente und der Laufzeit. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann auch nur dann sinnvoll sein, wenn die vereinbarte monatliche Rente ausreichend hoch ist, also mindestens Ihr derzeitiges Einkommen abdeckt.
Die Auslandsreise-Krankenversicherung ist die Dritte im Bunde. Wenn Sie Ihren Winterurlaub nicht in Deutschland, sondern im Ausland verbringen, ist sie unverzichtbar. Viele Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen selbst in EU-Ländern nicht übernommen. Dazu zählt beispielsweise ein Krankenrücktransport aus dem Ausland. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung deckt die Kosten für eine Bergung, die Behandlung vor Ort und wenn nötig auch den Krankenrücktransport zu Ihnen nach Hause. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Dieser Schutz kostet Sie nicht mehr als 10 Euro im Jahr. Allerdings gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Tarife. Sinnvoll ist es auch hier, vor Reiseantritt mal die Versicherungsbedingungen zu prüfen auf mögliche Ausschlüsse.
Mit diesen 3 Policen im Gepäck, können Sie ganz beruhigt Ihren Winterurlaub genießen.















