Zeit, die Krankenkasse zu wechseln!
Wissen Sie eigentlich, wie hoch der Beitragssatz Ihrer gesetzlichen Krankenkasse derzeit liegt? Erinnern Sie sich noch an die Worte einiger Politiker, die mit der Einführung der Praxisgebühr die Senkung der Krankenkassenbeiträge versprochen haben? Das ist noch gar nicht so lange her.
Haben Sie vielleicht noch Ihre Lohn-und Gehaltsabrechnungen der letzten Jahre aufgehoben? Dann blättern Sie diese doch mal durch und achten auf den Krankenversicherungsbeitrag, der monatlich ausgewiesen wird. Sie werden schnell feststellen, vor 4-5 Jahren haben Sie wesentlich weniger Krankenversicherungsbeitrag gezahlt, als heute.
Wo ist denn die versprochene Entlastung durch die Gesundheitsreform geblieben? Sie haben vollkommen recht, sie ist nicht eingetreten.
Im Gegenteil: Zusätzlich zur Praxisgebühr und der Arbeitnehmer-Pauschale für Krankengeld und Zahnersatz (0,9%), wurden auch die Beiträge weiter erhöht.
Wo bleibt eigentlich das Geld? Für eine bessere medizinische Versorgung wird es jedenfalls nicht eingesetzt. Denn immer mehr Medikamente und auch Zusatzleistungen müssen wir Verbraucher selbst zahlen.
Was glauben Sie, wie werden sich die Beitragssätze in den nächsten Jahren entwickeln? Können Sie sich vorstellen, dass sie sinken werden? Wohl kaum. Solange die Mehrheit der gesetzlich Versicherten sich nicht geschlossen dagegen wehrt, wird man die Verbraucher immer weiter schröpfen.
Doch etwas können Sie dagegen tun. Eine Krankenversicherung braucht nunmal jeder, als Arbeitnehmer sind Sie sogar pflichtversichert. Und doch können Sie grundsätzlich frei entscheiden, welcher Krankenkasse Sie beitreten. Da der Leistungsumfang in allen ca. 300 gesetzlichen Krankenkassen annähernd gleich ist, sollten Sie einfach mal die Beiträge vergleichen.
Hier können Sie den derzeitigen Beitragssatz Ihrer Krankenkasse ermitteln. Wenn Sie den aktuellen Beitragssatz wissen, dann können Sie durch einen kostenlosen Vergleich die günstigste Krankenkasse ermitteln und sehen auch gleich, wieviel Geld Sie monatlich einsparen können.
Probieren Sie es einfach mal aus, es kostet Sie keinen Cent.
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Dann vergleichen Sie die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen.
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Angenommen, Sie haben ein Bruttoeinkommen von ca. 2.500,- €, sind derzeit bei einer der teuersten Krankenkassen mit einem Beitragssatz von 15,8 % pflichtversichert und würden den Wechsel zu einer günstigeren Krankenkasse mit einem Beitragssatz von 12 % in Betracht ziehen, dann zahlen Sie 3,8 % weniger Beitrag und das pro Monat. Sehen Sie selbst, wie sich das auswirkt.
Beispiel:
| Brutto 2.500,- € monatl. | Brutto 2.500,- € monatl. | |
| derzeitiger Beitragssatz | zukünftiger Beitragssatz | |
| gesetzl.Krankenkasse 15,8% | gesetzl.Krankenkasse 12,0% | |
| Gesetzlicher Krankenversicherungsbeitrag gesamt monatlich | ||
| 395,00 € | 300,00 € | |
| Je zur Hälfte vom Arbeitnehmer (AN) und Arbeitgeber (AG) zu zahlen | ||
| AN = 197,50 € | AN = 150,- € | |
| AG = 197,50 € | AG = 150,- € | |
| Einsparung mon. 47,50 € für | ||
| Arbeitnehmer und Arbeitgeber | ||
Sie sehen, in diesem Beispiel könnten Sie 47,50 € jeden Monat sparen. Das sind jährlich 570,- €. Und nicht nur Sie. Auch Ihr Arbeitgeber hätte weniger Kosten, denn er würde den gleichen Betrag sparen.
Warum sollten Sie dieses Geld an Ihre bisherige Krankenkasse zahlen, wenn Sie doch dafür keine zusätzliche Leistung bekommen.
Gehen wir doch noch einen Schritt weiter. Angenommen, Sie sind heute 37 Jahre alt, müssen also noch 30 Jahre bis zur Rente (bis 67.LJ.) arbeiten und würden diese 47,50 € monatlich in einen Fondssparplan sparen. Was glauben Sie, kommt da zusammen? Sehen Sie selbst:
| Jahr | Jährl. Einzahlung | Guthaben |
| monatl. Rate | jährlicher Zins | |
| 47,50 € | 8,00% | |
| 1 | 570,00 € | 615,60 € |
| 2 | 570,00 € | 1.280,45 € |
| 3 | 570,00 € | 1.998,48 € |
| 4 | 570,00 € | 2.773,96 € |
| 5 | 570,00 € | 3.611,48 € |
| 6 | 570,00 € | 4.516,00 € |
| 7 | 570,00 € | 5.492,88 € |
| 8 | 570,00 € | 6.547,91 € |
| 9 | 570,00 € | 7.687,34 € |
| 10 | 570,00 € | 8.917,93 € |
| 11 | 570,00 € | 10.246,96 € |
| 12 | 570,00 € | 11.682,32 € |
| 13 | 570,00 € | 13.232,50 € |
| 14 | 570,00 € | 14.906,70 € |
| 15 | 570,00 € | 16.714,84 € |
| 16 | 570,00 € | 18.667,63 € |
| 17 | 570,00 € | 20.776,64 € |
| 18 | 570,00 € | 23.054,37 € |
| 19 | 570,00 € | 25.514,32 € |
| 20 | 570,00 € | 28.171,07 € |
| 21 | 570,00 € | 31.040,35 € |
| 22 | 570,00 € | 34.139,18 € |
| 23 | 570,00 € | 37.485,91 € |
| 24 | 570,00 € | 41.100,39 € |
| 25 | 570,00 € | 45.004,02 € |
| 26 | 570,00 € | 49.219,94 € |
| 27 | 570,00 € | 53.773,13 € |
| 28 | 570,00 € | 58.690,58 € |
| 29 | 570,00 € | 64.001,43 € |
| 30 | 570,00 € | 69.737,14 € |
| Unverbindliche Prognoserechnung /durchschnittliche Wertentwicklung 8 % p.a. | ||||||
| Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. |
Kaum zu glauben, wenn Sie bei Ihrer teuren Krankenkasse bleiben, dann verschenken Sie dieses "kleine" Vermögen.
Sie haben kein Geld für zusätzliche private Vorsorge? Dann suchen Sie nach Möglichkeiten, wo Sie Geld einsparen können, ohne auf grundsätzliche Leistungen verzichten zu müssen.
Ein Krankenkassenwechsel ist eine solche Möglichkeit. Es sei denn, Sie bekommen spezielle Leistungen Ihrer Krankenkasse, z.B. bei chronischen Krankheiten oder spezielle homäopathische Leistungen oder Akkupunktur, die eine preiswerte Kasse nicht im Angebot hat.
Dann, aber auch nur dann, sollten Sie von einem Wechsel absehen.
Selbst wenn Sie nur 20,- € monatlich einsparen können, dann sind das doch 20,- € mehr für Ihre private Vorsorge.
Das Geld, das Sie monatlich verdienen, können Sie nur einmal ausgeben. Entweder Sie bezahlen die teure Krankenkasse oder Sie wählen eine günstigere und legen den Rest für sich an.
Leider sind immer noch viele Verbraucher einfach zu bequem, einen solchen Schritt zu gehen. Denn er kostet Zeit und auch ein wenig Interesse. Doch das fehlt den meisten Verbrauchern. Und so kommt es dann dazu, dass sie lieber bei Ihrer teuren Krankenkasse vor Ort bleiben und damit eigentlich einen Teil ihrer privaten Vorsorge an die Krankenkasse zahlen, ohne später eine Leistung dafür zu erhalten.
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