Wozu dient die neue Steueridentifikationsnummer?
Haben Sie schon Post bekommen vom Bundeszentralamt für Steuern?
Seit 1.August diesen Jahres verschickt die Behörde an jede in Deutschland gemeldete Person ein Schreiben mit der jeweiligen persönlichen Steueridentifikationsnummer. Diese Steuer-ID ersetzt nach einer gewissen Übergangszeit die für die Einkommenssteuer bisher verwendete Steuernummer.
Warum wird sie eingeführt?
In erster Linie soll mit der Einführung dieser bundeseinheitlichen Identifikationsnummer Bürokratie abgebaut und das Besteuerungsverfahren transparenter werden. Es ist nicht zu übersehen, wir befinden uns bereits im elektronischen Zeitalter. Viele Dinge können wir schon heute zeit- und kostensparend über das Internet erledigen. Zukünftig werden auch Serviceleistungen der Steuerverwaltung dazugehören. Sei es nun das vorausgefüllte, elektronische Steuererklärungsformular oder auch das Empfangen und Verarbeiten elektronischer Belege. Sämtliche Anträge, Erklärungen oder Mitteilungen an die Finanzbehörde müssen in Zukunft die persönliche Steueridentifikationsnummer enthalten.
Wozu dient sie?
Diese persönliche Steueridentifikationsnummer dient ausschließlich der eindeutigen Identifizierung in Besteuerungsverfahren. Aus Gründen des Datenschutzes darf sie lediglich im Bereich der Finanzverwaltung eingesetzt werden. Vergeben wird sie an alle Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland. Alle kommunalen Meldebehörden stellen die dafür erforderlichen Daten zur Verfügung.
Die neue Steuer-ID besteht aus 11 Ziffern, aus deren Kombination keinerlei Rückschlüsse auf den Steuerpflichtigen gezogen werden können.
Ab wann und wie lange gilt sie?
Bis Ende 2008 soll jeder Bürger seine persönliche Steueridentifikationsnummer erhalten haben, so dass sie ab 2009 eingesetzt werden kann. Während der Übergangszeit ist es empfehlenswert, neben der neuen Steuer-ID immer auch noch die alte Steuernummer mit anzugeben, damit es nicht zu Unstimmigkeiten oder falschen Zuordnungen kommt. Generell wird die neue Steuer-ID mit der Geburt vergeben und gilt für jeden Bürger ein Leben lang.
Welche Daten werden gespeichert?
Ihre persönliche Steueridentifikationsnummer hat folgende Eckdaten gespeichert:
Ihren Familiennamen, frühere Namen, Ihren Vornamen, Ihr Geschlecht, den Tag und Ort Ihrer Geburt, einen eventuellen Doktorgrad, Ihre derzeitige oder letzte bekannte Anschrift, die zuständige Finanzbehörde und im Fall der Fälle Ihren Sterbetag. Diese Daten sind für eine korrekte Zuordnung nötig. Weitere Daten werden nicht gespeichert.
Die von Ihnen gespeicherten Daten sollten Sie überprüfen, wenn Sie das Mitteilungsschreiben mit Ihrer persönlichen Steuer-ID erhalten haben. Stellen Sie dann fest, dass einige Daten nicht korrekt sind, wenden Sie sich einfach an die unter „Rücksendeadresse“ genannte Behörde. Diese hilft Ihnen, die fehlerhaften Daten zu korrigieren und leitet die Korrektur elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern weiter. Hat sich lediglich Ihre Adresse durch einen Umzug geändert, müssen Sie das nicht melden. Die kommunale Meldebehörde leitet Ihre neue Adresse weiter.
Spätestens 20 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Tod eingetreten ist, werden sämtliche Daten gelöscht. Sind die Daten für die Arbeit der Steuerbehörde nicht mehr notwendig, kann die Löschung auch schon früher erfolgen.















