Nicht nur Aktien und Aktienfonds sind von Kurseinbrüchen betroffen

 

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland betrug im vergangenem Jahr laut dem Bundesverband deutscher Banken rund 4,5 Billionen Euro. Der überwiegende Teil davon schlummerte auf Sparkonten (Sparbuch, Sparbrief, Festgeld) und in Lebens-und Rentenversicherungen. Nur ein kleiner Teil davon wird in Wertpapiere (Aktien oder Aktienfonds) investiert.

Der Deutsche und die Börse - finden einfach nicht zusammen.

Die meisten Deutschen sind mehr als sicherheitsorientiert, wenn es um die Geldanlage geht.
Bloß kein Risiko eingehen. Und so setzt die Mehrheit auf sichere Geldanlagen, wie Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld oder Versicherungen (Kapitallebensversicherung und private Rentenversicherung). Dabei sind sie der Überzeugung, ein Börsencrash, wie gerade in dieser Woche erlebt, betrifft ja nur Aktien und Aktienfonds und keinesfalls solch sichere Geldanlagen, wie Sparbuch oder Lebensversicherung.

Doch das stimmt nicht ganz.

Natürlich gibt es beim Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld oder auch bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen keine Kurseinbrüche, wie bei Aktien und Aktienfonds.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass Banken wie auch Versicherungen das Geld der Anleger am Kapitalmarkt (und damit an der Börse) investieren, um Ihnen überhaupt die vereinbarten Zinsen zahlen zu können.
D.h. Ein Teil des Geldes, welches Sie in Ihre Lebensversicherungs-Police zahlen, legen die Versicherer an der Börse an, um damit einen Gewinn zu erwirtschaften. Von diesem Gewinn bekommen Sie dann einen kleinen Teil als garantierten Zins und Überschußbeteiligung zurück.

Was glauben Sie, passiert, wenn nun die Kurse massiv fallen (wie vor 5 Tagen)? Dann erwirtschaftet der Versicherer keinen Gewinn, sondern einen Verlust. Und auch daran werden Sie als Kunde beteiligt und zwar in Form sinkender Verzinsung und noch weniger Überschußbeteiligung.
Sie sehen, indirekt sind Sie auch mit einem vermeintlich sicheren Produkt von einem Börsencrash betroffen.

Eine Reaktion zu “Nicht nur Aktien und Aktienfonds sind von Kurseinbrüchen betroffen”

  1. Re: Das Heise-Forum so um 1980 - Google-Aktien eingebrochen | Aktien-Live

    […] aktien> Gently__ schrieb am 21. Januar 2006 18:10 > > > > > Wie wir vor einigen Jahren erleben durften, wurden Firmen an der > > > Börse aufgeblasen, mein damaliger Arbeitgeber war auch so ein > > > “Börsenstar”, und dann liess einer die Luft raus. > > > Ein paar Kollegen von mir hat das Schulden in deutlich fünstelliger > > > Höhe beschert. > > > > > > > Man spekuliert halt nicht mit geliehenem Geld. > > Das ist einfach bloß Dummheit. Sorry. > > Tja. > Wenn Du in der Firma sitzt, die Leute in einer Schlange stehen bei > dem extra eingeladenen Sparkassen-Mensch, der Arbeitgeber eine > Bürgschaft für den Kredit abgibt, das ganze mit der damaligen > Stimmung, dann macht man das schon. Aua… _So_ habe ich die Zeit nicht erlebt: Für mich war es ein Wechselspiel zwischen “Zocken” und dem Lesen von Warnungen, dass man verkaufen soll, wenn auch das Dienstmädchen zu spekulieren beginnt. Ich habe verkauft, als ein von mir gesetzter Trigger angesprochen hat (im schechtesten Falle war das etwas mit “unter Einkauf und 5-10% Verlust”). Zusammen mit den Erträgen aus Immobilienfonds (-> momentan wohl besser abstoßen) und Rentenfonds summierte sich das dann auf -0.5%. Damit konnte ich umgehen. > > > Außerdem muss man einen Verlust ja nicht aussitzen, sondern man kann > > ihn jederzeit begrenzen indem man das Wertpapier verkauft und das > > verbliebene _echte_ Geld in ein anderes Wertpapier steckt, welches zu > > diesem Zeitpunkt an Wert gewinnt. > > Tja, der Absturz kam recht rasant. Nein. Er dauerte einige Wochen/Monate. Es war eher so eine Art “Absturz in Raten”. Mich haben die “Verlustrealisierungstrigger” gerettet. > Bin mir jetzt auch nicht so sicher, ob man verkaufen hätte können. > Vor allem wegen der Bürgschaft … > Wie schon gesagt… A. […]

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