Kurseinbrüche an den wichtigsten Börsen
In den letzten beiden Tagen kam es an den Aktienmärkten weltweit zu teilweise massiven Kurseinbrüchen. Gründe dafür sind die Subprime-Krise (Immobilienkrise), die Ängste vor einer Rezession in den USA und die daraus resultierenden Folgen für die gesamte Weltwirtschaft.
Bei vielen Kleinanlegern geht wiedermal die Angst um, das mühsam ersparte Geld wieder zu verlieren. Egal ob Sie einen Fondssparplan besparen, eine direkte Fondsanlage oder ein Aktieninvestment getätigt haben.
Sicher fragen auch Sie sich, wie wird es weitergehen oder geht es überhaupt weiter? Der Ölpreis steigt und steigt, die Hypothekenkrise nimmt bedrohliche Ausmaße an, der DAX verzeichnete gerade den stärksten Kurseinbruch seit dem 11. September 2001. Vollkommen falsch wäre es, wenn Sie Ihr Aktieninvestment oder Ihre Fondsanlage jetzt panikartig verkaufen würden und in vermeintlich sichere Geldanlagen, wie Sparbuch oder Tagesgeld investieren würden. Damit würden Sie auf jeden Fall Verluste machen.
Wer in Aktien oder Fonds investiert, möchte langfristig mehr aus seinem Geld machen. Genau das wird er auch erreichen, wenn er sein Augenmerk auf "langfristig" legt. Denn die Börse ist keine Einbahnstrasse, in der es immer nur in eine Richtung geht, nämlich bergauf. Korrekturen, ob nun gering oder auch mal etwas stärker, sind dabei normal.
So, wie es in der Vergangenheit immer wieder kleine und größere Börsencrashs, ausgelöst durch bestimmte Ereignisse, gegeben hat, wie z.B.
1987 weltweiter Börsencrash
1991 Golfkrieg
1997 Asienkrise
2000 Absturz der Technologiewerte
2001 Terroranschläge in den USA
2003 Irak-Krieg
so wird es auch in Zukunft an der Börse auf und ab gehen.
Unaufgeklärte Anleger verlieren durch ein unüberlegtes panikartiges Aussteigen den Großteil Ihres Kapitals, während langfristig denkende Anleger einfach abwarten oder sogar die Chance nutzen, billige Anteile dazu zu kaufen. Langfristig gesehen bringt beides dem Anleger gutes Geld.
Wer einen Fondssparplan regelmäßig bespart, kauft automatisch während eines solchen Crashs seine monatlichen Anteile sehr viel günstiger ein bzw. er bekommt für seine Sparrate in dem Fall wesentlich mehr Anteile gutgeschrieben, die bei einem späteren Kursanstieg eine überdurchschnittliche Rendite erwirtschaften.
Wenn Sie also mit diesem Fondssparplan in z.B. 25 Jahren Ihre Rente aufbessern wollen, dann ist es doch nicht schlimm, wenn während der Laufzeit die Kurse um 20,30 oder sogar 50% fallen. Im Gegenteil, Sie kaufen denn viel billiger ein. Wenn die Kurse dann wieder steigen, so ist Ihre nun größere Anzahl von Fondsanteilen umso mehr wert.
Ein solcher Börsencrash sollte allerdings nicht kurz vor Ihrem Rentenbeginn passieren, denn dann haben Sie nicht mehr die Zeit, auf den kommenden Kursanstieg zu warten. Deswegen sollten Sie den Großteil Ihres Kapitals einige Jahre vor Rentenbeginn kontinuierlich in sicherheitsorientierte Anlagen umschichten. Damit schützen Sie Ihre bis dahin erzielten Gewinne. Mit dem verbleibenden Rest können Sie ruhig investiert bleiben, solange, bis Ihre sicherheitsorientierte Anlage fast aufgebraucht ist.















