Gefahren beim Online-Banking
Die teils enormen Vorteile des Online-Banking führen bei immer mehr Verbrauchern dazu, der klassischen Bankfiliale den Rücken zu kehren und die eigenen Bankgeschäfte bequem zu jeder Tageszeit über das Internet abzuwickeln.
Allerdings sollte man sich dabei der Sicherheitsrisiken bewusst sein.
Die Banken führen dazu umfangreiche Maßnahmen durch, die das Übertragen und Verarbeiten der Kundendaten absichern.
Ein Sicherheitsinstrument ist dabei die verschlüsselte Datenübertragung per SSL (Secure Socket Layer), die Sie als Kunde an der Internetadresse Ihrer Bank erkennen. Beginnt diese Adresse mit "https://", dann werden Ihre vertraulichen Daten verschlüsselt per SSL übertragen. Normale Internetseiten beginnen mit "http://", da fehlt das "s". Zusätzlich sehen Sie in der Statuszeile rechts unten ein kleines Schloss. Ein Doppelklick darauf zeigt ein Zertifikat dieser Seite an, worauf die tatsächliche Internetadresse angezeigt wird. Diese muss mit Ihrer aufgerufenen Seite übereinstimmen. Zudem zeigt das Zertifikat an, durch wen (anerkannte Zertifizierungsstelle) es ausgestellt wurde und wie lange es noch gültig ist. Prüfen Sie diese Daten ganz genau. Sollte die Gültigkeit des Zertifikats bereits abgelaufen sein oder der Besitzer ist gar nicht Ihre Bank, dann heißt es : Vorsicht!!! Benachrichtigen Sie am besten sofort Ihre Bank.
Es reicht jedoch bei Weitem nicht aus, nur auf die Sicherheitssysteme der Banken zu vertrauen. Denn Ihr Online-Banking betreiben Sie am heimischen Computer. Darauf hat die Bank keinen Einfluß. Hier müssen Sie für Sicherheit sorgen.
Wissen Sie eigentlich, welche typischen Gefahren heute im Internet lauern?
Sicher haben auch Sie schon oft von Trojanischen Pferden, Viren oder auch Phishing-Mails gehört. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter?
Trojanische Pferde sind beispielsweise Programme, die Ihre Passwörter abfangen können, ohne dass Sie es merken.
Viren und Würmer sind Programme, die meist über E-Mails (als Anhang) versandt werden, sich aber auch selbständig verbreiten können und dabei erhebliche Schäden auf Ihrem Computer anrichten können.
Phishing-Mails sind unerwartete E-Mails, die in Ihrem elektronischen Briefkasten landen. Sie täuschen vor, von z.B. einer Bank zu kommen und fordern Sie auf, Angaben zu Ihrer Kontoverbindung zu machen und sogar Ihren PIN einzugeben.
Hier ist äußerste Vorsicht geboten, denn in Wirklichkeit handelt es sich um Kriminelle, die sich als Ihre Bank ausgeben. Hat derjenige erst einmal Ihre Daten, kann er Ihr gesamtes Konto abräumen. Oft werden in solch einer Mail Begriffe wie "Sicherheit", "Datenpflege" oder auch "Untersuchung von Unregelmäßigkeiten" verwendet. Doch davon sollten Sie sich auf keinen Fall beirren lassen. Ihre Bank wird Sie niemals per E-Mail auffordern, Ihre Kontodaten und die PIN einzugeben. Solche Mails sollten Sie sofort löschen.
So wie Banken ihrerseits umfangreiche Sicherheitssysteme einsetzen, um das Online-Banking für Sie als Kunden sicherer zu machen, sollten Sie als Nutzer ebenfalls wichtige Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Online-Banking ist sicher, wenn Sie die folgenden Regeln beachten:
1. Aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Betriebssystem, Sicherheitsupdates sollten Sie sofort einspielen.
2. Schützen Sie Ihren PC mit einer Sicherheitssoftware wie ein Antivirenprogramm und halten Sie es stets aktuell.
3. Installieren und aktivieren Sie eine persönliche Firewall.
4. Aktualisieren Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers, führen Sie regelmäßig Sicherheitschecks durch.
5. Öffnen Sie keine E-Mails, deren Absender Sie nicht kennen und die Sie nicht angefordert haben.
6. E-Mail-Anhänge sollten Sie nur öffnen, wenn Sie genau wissen, von wem sie kommen.
7. Antworten Sie niemals auf E-Mails, in denen Ihre Kontodaten abgefragt werden.
8. Laden Sie aus dem Internet nur Programme von vertrauenswürdigen Quellen herunter und prüfen Sie diese Dateien vor dem Öffnen auf Schadsoftware.
9. Wählen Sie für Ihren Online-Banking-Zugang ein sicheres Passwort. Sensible Daten, wie Passwörter, Kontonummer, PIN und TAN sollten Sie niemals auf Ihrer Festplatte speichern.
10. Sie sollten grundsätzlich nur mit minimalen Nutzerrechten ins Internet gehen, nicht als Administrator. Dadurch werden unerlaubte Zugriffe und Manipulationen erschwert.
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