Wie sicher sind meine Fondsanteile oder Zertifikate?

 

Die Sicherheit der Sparguthaben ist bei vielen Verbrauchern nach wie vor ein Thema. Und das ist auch verständlich, denn die Situation an den Finanzmärkten ist alles andere als rosig.

 

Vor allem diejenigen, die in Aktien, Fonds oder Zertifikate investiert haben, um damit langfristig eine höhere Rendite zu erwirtschaften, als beispielsweise auf dem Sparbuch oder in einer Lebensversicherung, sehen nun nicht nur ihr Depot Woche für Woche dahin schmelzen.

Nachdem bereits mehrere deutsche Banken in ernste Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind, fragt sich vielleicht der eine oder andere auch, wie sicher sind eigentlich meine Fondsanteile oder Zertifikate? Werden sie durch die Einlagensicherung bzw. die Staatsgarantie geschützt, wenn meine Bank oder Fondsgesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten kommen würde?

 

Ein ganz klares „Nein“.

Ihre Fondsanteile wie auch Zertifikate fallen generell nicht unter die Einlagensicherung und sind auch nicht durch die Staatsgarantie geschützt.

 

Bei Fonds ist das auch gar nicht notwendig, denn Ihre erworbenen Fondsanteile gehören ohnehin zum so genannten Sondervermögen der jeweiligen Gesellschaft. Das heißt, die Fondsgesellschaft ist verpflichtet, das Vermögen der Anleger (gesamte Kapital des Fonds) getrennt von ihrem  übrigen (eigenen) Kapital aufzubewahren und es gesondert zu verwalten.  Für jeden Fonds, den die Fondsgesellschaft oder Bank auflegt, muss sie ein eigenes Sondervermögen bilden. Damit sind Ihre Fondsanteile bei einer Pleite der Fondsgesellschaft oder der Bank, die den Fonds aufgelegt hat und verwaltet, generell vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Denn die Fondsanteile, die Sie erwerben, gehören automatisch Ihnen als Anteilseigner, sind sozusagen Ihr Eigentum, über das die Fondsgesellschaft oder Bank im Fall einer Insolvenz nicht verfügen darf. Sie als Anleger haben ein Anrecht auf Ihre Fondsanteile, auch wenn die Bank oder Fondsgesellschaft zahlungsunfähig ist. Ihre Anteile bleiben erhalten, allerdings unabhängig vom Wert der Anteile, der im Zuge der Talfahrt an den Börsen wahrscheinlich deutlich geschrumpft ist. Dieses Risiko besteht jedoch generell, wenn Sie Ihr Geld in Aktien, Fonds oder Zertifikate investieren. Kursverluste gab es schon immer und wird  es auch zukünftig geben. Genauso, wie es auch wieder Zeiten geben wird, in denen die Kurse steigen.

 

 

Ganz anders sieht es bei Zertifikaten aus. Im Gegensatz zu Fonds sind Zertifikate kein Sondervermögen und daher bei Insolvenz des Emittenten (der herausgebenden Bank) auch nicht vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.

Zertifikate sind so genannte Inhaberschuldverschreibungen oder einfach ausgedrückt, das Zahlungsversprechen einer Bank. Und genau das ist so gut wie nichts mehr wert, wenn diese Bank pleite ist. Selbst wenn es sich um ein Garantiezertifikat handelt, welches im Allgemeinen eine hundertprozentige Sicherheit verspricht, ist diese Sicherheit trügerisch, wenn die Bank, die es herausgegeben hat, zahlungsunfähig ist.

Diese Erfahrung mussten kürzlich einige zehntausend deutsche Anleger machen, die Zertifikate der nun insolventen Bank Lehmann Brothers zeichneten. Ihnen bleibt nur die Hoffnung, über den Insolvenzverwalter wenigstens einen Teil Ihres Geldes zurück zu bekommen.

 

 

Es gibt allerdings auch Ausnahmen.

Bei einigen Genossenschaftsbanken sind die Zertifikate, die diese Bank selbst emittiert hat, über die Einlagensicherung der genossenschaftlichen Institute voll abgesichert. Damit wären diese Zertifikate genauso sicher, wie beispielsweise das Sparguthaben auf einem Sparbuch oder Tagegeldkonto dieser Banken. Das gilt jedoch nicht für Zertifikate, die diese Bank lediglich empfiehlt.

 

Wenn Sie Ihr Geld in Zertifikate investieren wollen oder bereits investiert haben, sollten Sie sich ganz genau informieren, wer das Zertifikat herausgibt und ob es über die Einlagensicherung eventuell abgesichert ist.

 

 

 

Eine Reaktion zu “Wie sicher sind meine Fondsanteile oder Zertifikate?”

  1. Peter Steinbrück

    Der Fondsvermittler PROfinance-direkt bietet seinen Kunden neben 5600 Investmentfonds mit 100 % Rabatt auf die Kaufgebühren eine jährlich ausgezahlte Treueprämie von bis zu 0,5% des Fondswerts.

    Hier kann sich der Anleger informieren, ob er in den Genuss der Treuepämie kommt und seine Fonds bei PROfinance-direkt gelistet sind:

    profinance-direkt.de/ index.php?id=fons_und_infos

    Bei einem Depotwechsel ändert sich wenig für den Anleger, denn die Depotgebühren der Fondsbanken sind vergleichbar. Bei PROfinance-direkt bekommt er jedoch noch bares Geld dazu für seine Anlage.

    Gebühren, Aufschläge, Steuern: Die Liste der Kosten für private Geldanlagen ist lang. Stiftung Warentest zeigt die unterschiedlichen Wege auf. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten Investmentfonds zu erwerben und zu verkaufen. Je nach dem bei welcher Bank Anleger ihre Konten führen und welche Fonds sie halten, entscheidet über Gebühren, Aufschläge und Rabatte. Ist eine Beratung nicht notwendig, ist der Kauf über einen freien Fondsvermittler oder als Bankkunde via Onlineorder die günstigste Variante. Soll ein Fonds an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden passiert dies immer kostenlos. Bei einen Verkauf über die Börse fallen hingegen Gebühren an.

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