Die aktuelle Finanzkrise - ist Ihr Geld sicher?
Momentan hören wir fast täglich neue Hiobsbotschaften von den Finanzmärkten. Viele Sparer und Anleger sorgen sich um ihre Ersparnisse. Die Lage ist sicher ernst und Ihre Sorgen berechtigt. Wer bisher glaubte, Banken können nicht pleite gehen, stellt nun fest, dass das sehr wohl möglich ist. Auch ganz bestimmte Anlageprodukte, wie z.B. Zertifikate, halten längst nicht immer das, was sie versprechen, selbst wenn sie sich Garantiezertifikat nennen. Denn die Garantie ist für die Katz, wenn der Emittent (die Bank), der sie herausgibt, zahlungsunfähig wird.
Doch auch wenn viele Medien tagtäglich in ihren Berichterstattungen Angst schüren, verfallen Sie nicht in Panik.
Die Verunsicherung ist sicher auch bei Ihnen groß, doch sollten Sie jetzt nicht sofort zu Ihrer Bank gehen und Ihr Geld abheben.
Zu Hause unter dem Kopfkissen haben Sie es zwar täglich im Blick, allerdings verliert es auch tagtäglich an Wert. Dafür sorgt die Inflation, von der wir alle betroffen sind. Sie wissen, dass gerade in den letzten Monaten vieles erheblich teurer geworden ist. Wenn Ihr Geld zukünftig keine Zinsen mehr erwirtschaftet, weil es unter Ihrem Kopfkissen liegt, dann können Sie diesen Preisanstieg nicht ausgleichen, das heißt für Ihr Geld können Sie dann immer weniger kaufen. Letztendlich wäre das für Sie auch ein Verlustgeschäft.
Besser ist es, sich umfassend zu informieren. Schauen Sie sich ganz in Ruhe an, wo Sie Ihr Geld angelegt haben, mit welchem Ziel und welche Sicherungseinrichtungen es dafür gibt.
Vielleicht haben Sie es in den Medien gelesen oder gehört, die Bundesregierung hat eine Staatsgarantie für sämtliche private Giro-, Spar- und Termineinlagen abgegeben. Für Sie als Privatanleger heißt das, Ihr Guthaben auf dem Girokonto, dem Sparbuch, dem Sparbrief, dem Tagegeldkonto oder auch dem Festgeld ist zu 100 Prozent sicher.
Im Prinzip ist es durch die Staatsgarantie nun sogar doppelt abgesichert, wenn Sie es auf einer Bank zu liegen haben, die ihren Hauptsitz in Deutschland hat und dem freiwilligen deutschen Einlagensicherungsfonds angehört.
Denn bereits seit August 1998 gibt es in Deutschland eine gesetzliche Einlagensicherung. Die besagt, dass jeder Kunde Anspruch auf 90 Prozent seiner Einlagen bzw. den Gegenwert von 20.000 Euro hat, wenn seine Bank Insolvenz anmelden muss. Das betrifft alle Banken, die ihren Sitz in einem EU-Land haben. Haben Sie mehr Geld angelegt, erhalten Sie jedoch maximal 20.000 Euro. Dieser Wert gilt einmalig pro Kontoinhaber.
Nahezu alle deutschen Banken haben neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich ihre eigenen spezifischen Sicherungssysteme, wie beispielsweise die Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die in erster Linie der Institutssicherung dienen. Auch hier ist der Anleger zusätzlich geschützt.
Haben Sie Ihr Geld bei deutschen Privatbanken angelegt, schützt Sie der freiwillige Einlagensicherungsfonds beim Bundesverband deutscher Banken. Damit ist Ihr angelegtes Geld auf dem Sparbuch, auf Tage- oder Festgeldkonten im Falle der Insolvenz Ihrer Bank in voller Höhe (pro Anleger zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank) abgesichert.
Welche Banken diesem freiwilligen Einlagensicherungsfonds angehören, erfahren Sie beim Bundesverband deutscher Banken.
Sollten diese freiwilligen Sicherungssysteme komplett versagen, greift die Staatsgarantie.
Sie sehen, wenn Sie Ihr Geld auf einem deutschen Giro- oder Guthabenkonto zu liegen haben, das Ihnen Zinsen bringt, können Sie ganz beruhigt sein.
Etwas anders sieht es aus, wenn Sie jedoch ein Anlageangebot von einer ausländischen Bank gewählt haben, zum Beispiel das in den letzten Monaten viel umworbene Tagegeld und Festgeld der isländischen Kaupthing Bank. Dann sollten Sie wissen, dass diese Bank nicht dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehört. Ihre Einlagen sind dort nur bis zu einer bestimmten Höhe geschützt und das bedeutet ein erhöhtes Risiko.
In dem Fall ist es allemal sicherer, auf ein paar Prozentpunkte an Zinsen zu verzichten und das Geld auf ein deutsches Tagegeldkonto umzuschichten, denn die höheren Zinsen sind nicht mehr der Rede wert, wenn die Bank, die sie gibt, zahlungsunfähig wird.















