Finanzielles Grundwissen - brauche ich das wirklich?

 

Jeder Schüler, jeder Auszubildende und auch jeder Student lernt im Laufe seiner Ausbildung / seines Studiums die verschiedensten Dinge, um auf sein späteres Berufsleben optimal vorbereitet zu sein.

 

Manches Wissen wird er tagtäglich brauchen, anderes wiederum wird er nie wieder nutzen.

 

Doch wieviel Wissen wird Ihnen im Bereich Finanzen mit auf den Weg gegeben?

Wieviel finanzielles Wissen haben Sie sich selbst angeeignet?

 

Wie gut kennen Sie sich in diesem Thema aus, um von Anfang an die richtigen Entscheidungen zu treffen?

 

Sie fragen sich sicher, was bringt es mir, finanzielles Grundwissen zu haben?

Dafür gibt es doch Banken und Versicherungen, die sich da auskennen. Bei Bedarf kann ich mich doch von meinem Bankberater oder Versicherungsvertreter beraten lassen, oder?

 

Mal ganz ehrlich: Wieviel Vertrauen haben Sie zu Ihrem Berater?

Glauben Sie wirklich, Ihr Bankberater oder Versicherungsvertreter berät Sie ausschließlich zu Ihrem Vorteil, unabhängig und vollkommen objektiv?

Ganz sicher nicht!

 

Denn jede Bank, jede Bausparkasse und auch jede Versicherungsgesellschaft ist ein Wirtschaftsunternehmen, wie beispielsweise ein Autohaus oder ein Möbelhaus ect. .

Im Vordergrund steht immer der Umsatz für das Unternehmen.

Auch ein Bankberater muß Umsatz machen und Gewinn erwirtschaften. Dazu kann er Ihnen nur die Produkte seiner Bank verkaufen. Und da er rhetorisch sehr gut geschult ist, Sie sich in dem Bereich aber nicht auskennen und auf seine Kompetenz vertrauen, ist es für Ihn relativ leicht, Sie von einem für Sie überflüssigen Produkt zu überzeugen.

Schon ist es passiert. Sie haben ein Produkt gekauft, das Sie eigentlich nicht brauchen. Warum? Weil Ihnen das nötige Wissen fehlt und Sie sich auf andere (Bankberater) verlassen haben.

 

Aber es geht hier um Ihr Geld!

Sie sollten sich niemals ausschließlich auf andere verlassen. Das beste Angebot bekommt nur der informierte Kunde, der gezielt nachfragen kann. Dazu muß man nicht selbst Fachmann sein, doch ein gewisses finanzielles Grundwissen ist hier auf jeden Fall von Vorteil.

Diese Mühe machen sich die Wenigsten und wundern sich dann, wenn Sie über’s Ohr gehauen werden. Glücklicherweise gibt es immer mehr vorsichtige und informierte Kunden.

 

 

 

 

Schauen Sie sich mal folgendes Beispiel an. Wie hätten Sie sich entschieden?

 

Beispiel:

 

Sie sind gerade fertig mit der Ausbildung oder mit dem Studium und haben Ihren 1. Arbeitsvertrag in der Tasche. Allerdings befristet für 2 Jahre, das monatliche Gehalt noch relativ gering.

Nun brauchen Sie ein Auto, um täglich zur Arbeit zu fahren. Sie haben 5.000,- € für den Autokauf zur Verfügung (Geschenk der Eltern oder Großeltern zum Abschluß).

Was würden Sie tun?

 

Ein relativ neues Auto kaufen für ca. 15.000,-€, die 5.000,-€ als Anzahlung geben und den Rest finanzieren. Für eine kleinere monatliche Rate eine längere Laufzeit in Kauf nehmen?

 

oder

 

Ein gutes gebrauchtes kleines Auto für 2.500,-€ kaufen, die restlichen 2.500,-€ plus einer monatlichen Rate von ca. 150,-€ auf ein Sparkonto zahlen und damit das Geld für notwendige Reparaturen bzw. für den nächsten Autokauf ansparen?

 

 

Die meisten Jugendlichen wählen den ersten Weg und gehen damit den ersten Schritt in Richtung Schulden.

Denn vom relativ geringen monatlichen Einkommen muß neben der Kreditrate auch noch das Geld für die Kfz-Steuer, die Kfz-Versicherung, Benzin und die Lebenshaltungskosten bezahlt werden.

Zum Sparen bleibt da nichts übrig.

 

Fatal wäre es, wenn Sie dieses Auto nach beispielsweise 4 Jahren verschrotten müßten (aufgrund eines Unfalls oder eines technischen Schadens, den es nicht mehr lohnt, zu beheben).

Angenommen Sie haben den Kredit über eine Laufzeit von 6 Jahren abgeschlossen, dann müßten Sie noch 2 Jahre die Kreditraten weiterzahlen, obwohl Sie das Auto nicht mehr nutzen können.

 

Damit würde die Schuldenspirale beginnen.

Denn Sie bräuchten wiederum ein Auto, welches Sie finanzieren müssen, zusätzlich zu den noch ausstehenden Kreditraten des ersten Auto’s.

Sollten Sie inzwischen eine eigene Wohnung bezogen haben, heißt das, die Wohnungseinrichtung muß auch irgendwie bezahlt werden. Also noch ein Kredit, auch Möbelhäuser vergeben gern Kredite. Schließlich verdienen sie gut daran. Oder Sie nehmen Ihren Dispo in Anspruch, den Ihre Bank Ihnen großzügig eingeräumt hat.

Wirtschaftsunternehmen wie Auto- oder Möbelhäuser sind in erster Linie an ihrem eigenen Umsatz interessiert und Banken stellen bereitwillig die nötigen Mittel (Kredite) dafür zur Verfügung.

Damit rutschen Sie jedoch immer weiter in die Schuldenspirale.

 

 

Denn mit Krediten erfüllen Sie sich heute Wünsche mit dem Geld von morgen!

 

 

Doch was wäre, wenn Sie morgen kein Geld mehr verdienen würden, z.B. durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit?

 

Kredite sind manchmal notwendig und eine gute Wahl, wenn man sich größere Werte schaffen will, z.B. die eigene Immobilie.

Die wenigsten Menschen haben in jungen Jahren 200.000,- bis 300.000,-€ übrig, um die eigene Immobilie bar zu bezahlen. Hier ist es sinnvoll, mit einem großzügig angesparten Eigenkapital, den verbleibenden Rest zu finanzieren. Denn eine Immobilie gehört zu den sogenannten Sachwerten, in der Regel kommt es über die Jahre zu einer erheblichen Wertsteigerung.

 

Ganz anders beim Auto. Ein Auto ist keine Wertanlage (außer Oldtimer) sondern ein Gebrauchsgegenstand, dessen Wert schon kurz nach dem Erwerb sinkt. Im Falle der Verschrottung nach kurzer Zeit kann man auch vom Totalverlust sprechen, denn der Erlös aus der Verschrottung reicht meist nicht mal für die Anzahlung eines neuen Auto’s.

Für ein paar Jahre Vergnügen hätten Sie Ihr geschenktes Geld (5.000,-€) verbraten.

 

 

 

 

 

 

 

Hätten Sie in dem o.g. Beispiel den 2. Weg gewählt, würde es ganz anders aussehen.

 

Sie hätten also erstmal ein kleines Auto mit der Hälfte des zur Verfügung stehenden Geldes (2.500,-€) gekauft und die anderen 2.500,-€ plus einer monatlichen Sparrate von ca. 150,-€ (ähnlich der Kreditrate) auf einem extra Konto angespart.

 

In 5 Jahren wäre dieses Konto dann auf ca. 11.000,-€ angewachsen (ohne Zinsen). Selbst wenn das gebrauchte Auto zwischendurch zur Reparatur müßte, hätten Sie genügend Spielraum dafür.

Auch wenn Sie das Auto nach 3 Jahren verschrotten müßten, wäre das für Sie nicht tragisch. Denn es gehörte von Anfang an Ihnen, Sie müssen keine Kreditrate weiterzahlen und auch keinen neuen Kredit aufnehmen,denn inzwischen haben sich auf Ihrem Sparkonto ca. 7.400,-€ angespart, dazu kommen noch die Zinsen.

 

Wenn Ihnen das noch nicht reicht, dann überlegen Sie, ob Sie monatlich noch zusätzlich investieren können, die monatliche Sparrate z.B. auf 200,-€ oder 250,-€ erhöhen.

Wenn Sie ein höherwärtiges Auto auf Kredit kaufen, müssen Sie mit diesen monatlichen Raten auf jeden Fall rechnen.

 

Warum wollen Sie die monatlichen Raten an die Bank zahlen und obendrauf noch die Zinsen?

 

Wäre es nicht sinnvoller, diese Raten an sich selbst zu zahlen und dafür obendrauf Zinsen zu kassieren?

 

Denken Sie einmal in Ruhe darüber nach, ob es wirklich notwendig ist, auf Pump sofort ein neues Auto zu kaufen. Verdienen tun dabei nur die Autohäuser und natürlich die Banken, die allzu gern Kredite vergeben.

 

Doch für Sie ist es der erste Schritt in eine gewisse Abhängigkeit. Sie leben dann immer mit der Angst im Nacken, die Kreditraten pünktlich zahlen zu können.

Es darf nichts dazwischen kommen, Sie müssen Monat für Monat Geld verdienen. Und damit sind Sie abhängig.

Lassen Sie es niemals soweit kommen.

 

 

Wer mehr ausgibt, als er einnimmt, der macht Schulden, die mit Sicherheit zurückgezahlt werden müssen.

Wer dagegen Monat für Monat weniger ausgibt, als er einnimmt, kann sich auch mal was extra leisten oder sich sogar ein Vermögen mit dem übriggebliebenen Geld aufbauen.

 

Denn Geld ist nicht unbegrenzt verfügbar. Sie verbringen meist mehr als 40 Stunden in der Woche damit, Ihr Geld zu verdienen.

Wieviel Zeit nehmen Sie sich, um für den Erhalt und die Vermehrung Ihres Geldes zu sorgen?

 

 

 

 

 

Für die meisten Menschen, sicher auch für Sie, zählen

 

die finanzielle Sicherheit und die langfristige Gesundheit

 

zu den wichtigsten Zielen in ihrem Leben.

 

 

Für eine langfristige Gesundheit sorgen Sie sicher schon, z.B. durch gesunde Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft usw..

 

Doch was tun Sie konkret für Ihre finanzielle Sicherheit?

 

  • Wie wichtig ist Ihnen Ihr finanzielles Wohlergehen heute und in Zukunft?
  • Welche Wünsche (kurz- oder langfristig) möchten Sie sich noch erfüllen?
  • Was tun Sie bislang ganz konkret zu deren Erfüllung?
  • Wie intensiv können oder wollen Sie sich um Ihren Vermögensaufbau kümmern?
  • Verlassen Sie sich dabei lieber auf andere (z.B. den Staat, den Versicherungsvertreter oder Bankberater)?

 

Mal ganz ehrlich - in der heutigen Zeit kann es sich doch eigentlich niemand mehr leisten, sich nicht mit seinen Finanzen zu beschäftigen.

Alle staatlichen Sozialsysteme werden radikal abgebaut und gleichzeitig wird an die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers appelliert.

Viele Bürger können das nicht verstehen, hat es doch jahrzehntelang gut funktioniert.

 

Doch Jammern hilft nicht. Wir alle müssen der Wirklichkeit ins Auge sehen.

 

Und mal ganz im Vertrauen: Wollen Sie sich wirklich auf unseren Staat verlassen, wenn es um Ihren Ruhestand geht? Also ich habe da gar kein Vertrauen mehr, nachdem ich die Fakten weiß.

Je besser Sie vorbereitet sind, umso optimaler können Sie vorsorgen.

 

Ihre finanzielle Sicherheit heute und in Zukunft sollte es Ihnen wert sein. Es ist Ihr Leben ! Übernehmen Sie die Verantwortung dafür.

Lernen Sie, mit Ihrem Geld richtig umzugehen und Gewinne zu erwirtschaften.

 

Machen Sie den 1. Schritt.

 

Ein erster Überblick - damit Sie wissen, was läuft !

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