Ein aufregender Sonntag
Eigentlich ist der Sonntag immer ein recht ruhiger Tag, den die meisten Menschen zum Entspannen nutzen, um am Montag wieder richtig loslegen zu können.
Doch für meinen Mann und mich war der gestrige Sonntag ein ganz aufregender Tag. Denn unsere Tochter hat kurz nach Mitternacht ihr erstes Baby zur Welt gebracht. Und das Wichtigste: Beide sind wohlauf.
Wieder ein Erdenbürger mehr auf dieser Welt. Gerade in Deutschland brauchen wir dringend Nachwuchs. Viele junge Familien verzichten auf das Schönste der Welt - auf Kinder. Einerseits, weil Sie es sich nicht leisten können, andererseits, weil Sie glauben, Kinder und Karriere nicht unter einen Hut zu bekommen.
Oftmals werden junge Mutti’s mit kleinen Kindern bei der Suche nach einer Arbeitsstelle immer noch benachteiligt. Viele der heutigen Arbeitgeber suchen Mitarbeiter, die jung, dynamisch, äußerst flexibel und einsatzbereit sind und obendrein noch eine langjährige Berufserfahrung mitbringen.
Doch viele junge Frauen, wie auch Männer bekommen nicht einmal die Chance, einen Beruf zu erlernen. Und wenn doch, dann sitzen sie meist nach der Lehre wieder auf der Strasse, weil der Arbeitgeber sie nicht übernimmt. Da frage ich mich, wozu er die jungen Leute ausbildet? Und wie sollen sie dann Berufserfahrung bekommen?
Sucht ein Arbeitgeber dann Arbeitskräfte und hat die Wahl zwischen einem jungen Mann und einer jungen Mutti mit 2 Kindern, bekommt eher der Mann die Arbeitsstelle. Denn der ist äußerst flexibel und in der Regel ständig einsatzbereit. Die junge Mutti wird sicher öfter mal Ihre Kinder bei Krankheit betreuen müssen und steht dann dem Arbeitgeber nicht zur Verfügung.
Andererseits sind unsere Kinder die Konsumenten und Arbeitskräfte von morgen. Und wenn der Arbeitgeber auch morgen noch (in 20 Jahren) seine Produkte produzieren und verkaufen will, dann sollte er sich heute einmal fragen, von wem er dann die Produkte produzieren läßt, an wen er sie verkaufen wird und wie er selbst schon heute dazu beitragen kann, dass morgen auch noch genügend Konsumenten und Fachkräfte vorhanden sind.
Doch nicht nur vielen Arbeitgebern fehlt heute das Bewußtsein dafür, jungen Mutti’s eine Chance zu geben, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Auch von staatlicher Seite wurden junge Mutti’s bislang nicht wirklich unterstützt.
Glücklicherweise hat man das erkannt und erste Schritte in die richtige Richtung gemacht.
Am 01. Januar 2007 startete das neue Familienförderprogramm. Das bisherige Erziehungsgeld wurde durch das neue Elterngeld ersetzt. Einen genauen Überblick über das Wichtigste erhalten Sie hier.
Übrigens sind die heute geborenen Kinder auch ganz wichtig für unsere Rente. Denn je weniger Kinder heute geboren werden, umso weniger Kinder stehen in 20 Jahren als Arbeitnehmer zur Verfügung, die dann unsere Rente mit ihren Beiträgen finanzieren.
Und noch etwas Interessantes:
Wir hören und lesen heute fast täglich etwas zum Thema Rente. In der Regel nichts Positives, denn sie ist alles andere als sicher. Für viele Menschen ist Altersarmut vorprogrammiert, denn sie haben nicht mehr die Zeit und auch nicht das nötige Geld, ausreichend vorzusorgen.
Ganz anders ist das bei Kindern. Ein heute Neugeborenes hat noch 67 Jahre Zeit, die es nutzen kann. Würde man das Kindergeld (154,- €), welches in der Regel 25 Jahre lang vom Staat gezahlt wird, sofort Monat für Monat in einen Aktienfonds legen und das Geld nach 25 Jahren Einzahlung ohne weiter zu zahlen bis zum 67. Lebensjahr liegenlassen, dann hätten unsere Kinder kein Rentenproblem mehr.
Selbst wenn man nur 50,- € monatlich anlegen würde, wäre Altersarmut für heute geborene Kinder später kein Thema mehr.
Sehen Sie selbst, was der Bund der Sparer dazu sagt.
Doch solange junge Familien das Kindergeld für den normalen Lebensunterhalt heute brauchen, können sie die Zukunft ihrer Kinder nicht sichern.















