Hausfinanzierung - Wenn das Geld am Ende nicht reicht

Viele Eigentümer haben in den letzten Jahren ihr Haus oder ihre Wohnung über eine Kombination aus Bankdarlehen und einer Kapitallebensversicherung finanziert. Dabei zahlt der Verbraucher während der Laufzeit des Darlehens nur die Zinsen, die Tilgung wandert in die extra abgeschlossene Kapitallebensversicherung.

Während bei klassischen Annuitätendarlehen Zins + Tilgung gezahlt wird und damit die Darlehenssumme Monat für Monat geringer wird, bleibt bei einer Finanzierung mit Lebensversicherung die Darlehenssumme über die gesamte Laufzeit gleich hoch. Erst am Ende der Laufzeit wird mit der Ablaufsumme der Lebensversicherung das gesamte Darlehen auf einen Schlag zurückgezahlt.

Gut, wenn die Ablaufsumme dann auch ausreicht, um das gesamte Darlehen abzulösen. Doch genau das ist bei dieser Finanzierungsform immer seltender der Fall.
Es lohnt sich nur dann, wenn die Lebensversicherung eine wesentlich höhere Rendite erwirtschaftet, als der Kunde in Form von Zinsen an die Bank zahlen muß. Und das gelingt mit einer Kapitallebensversicherung auf keinen Fall. Die garantierte Verzinsung beträgt derzeit 2,25 %. Selbst in der Niedrigzinsphase für Kredite in den letzten Jahren mußte man doch für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsfestschreibung einen höheren Kreditzins zahlen.
Damit wird diese Finanzierungsform zu einem äußerst schlechten Geschäft für den Kunden.

Im Handelsblatt ist dazu folgender Artikel erschienen.

Denn die Krise der Lebensversicherer läßt diese Rechnungen zum Teil wie Kartenhäuser zusammenfallen.
Grund dafür sind immer weiter sinkende Überschüsse bei den Kapitallebensversicherungen und viel zu eng kalkulierte Finanzierungen. In der Regel wurde nicht mit der garantierten Ablaufleistung gerechnet, sondern eher mit der erheblich höheren prognostizierten Ablaufleistung, bei der die sogenannten Überschüsse enthalten sind. Doch genau die sind nicht garantiert und in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken.
Damit drohen vielen Versicherten hohe Finanzierungslücken, die nur der Kunde selbst stopfen kann, vorausgesetzt, er reagiert rechtzeitig und spart zusätzlich Kapital an.
Immer wieder fallen Verbraucher auf eine vermeintlich gute Beratung von Banken und  Versicherungen rein. Ist dann abzusehen, das die Finanzierung nicht aufgeht, unterbreiten dieselben Banken und Versicherungen den Kunden Angebote, wie sie drohende Finanzierungslücken vermeiden können. Indem sie beispielsweise noch einen zusätzlichen Banksparplan oder Bausparvertrag abschließen, um das fehlende Kapital anzusparen.
Damit hat die Bank oder Versicherung ein zweites Mal gut an diesem Kunden verdient und das, obwohl es offensichtlich ist, dass dieser Kunde schon beim ersten Mal falsch beraten wurde.

Nehmen Sie das nicht einfach so hin. Unter Umständen könnten Sie ein Recht auf Schadensersatz haben. Lassen Sie sich unabhängig und neutral beraten.

Informieren Sie sich kostenlos z.B. beim Bund der Versicherten.
Warten Sie nicht, bis es zu spät ist.

Eine Reaktion zu “Hausfinanzierung - Wenn das Geld am Ende nicht reicht”

  1. Christian B.

    Empfehlendes zu Fertighaus bauen und finanzieren.
    Mehr Informationen zu Finanzierung

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