Mit einer Depotübertragung nicht nur Kosten sparen
Mit einer Depotübertragung, beispielsweise von einer Filialbank zu einer Direktbank, kann man nicht nur Geld (Depotkosten) sparen, sondern seit diesem Jahr auch einen erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwand, wenn es um die Abgeltungssteuer geht.
Führen Sie mehrere Wertpapierdepots bei verschiedenen inländischen Banken, dann ist jede Bank verpflichtet, bei Wertpapierverkäufen den steuerpflichtigen Gewinn und die darauf fällige Abgeltungssteuer für Sie zu ermitteln und an das Finanzamt zu überweisen. Ein ermittelter Verlust wird automatisch ins nächste Jahr übertragen.
Das kann zu folgender Situation führen:
Beispiel:
Ermittelt Bank A einen Gewinn und Bank B einen Verlust, kann weder die eine noch die andere Bank diese beiden Ergebnisse mit einander verrechnen. Bank A führt automatisch die fällige Abgeltungssteuer an das zuständige Finanzamt ab.
Bank B trägt den Verlust ins nächste Jahr vor, um ihn dann mit eventuellen Erträgen zu verrechnen. Sie als Anleger können Bank B allerdings beauftragen, Ihnen über den Verlust eine so genannte Verlustbescheinigung auszustellen, mit der Sie sich zuviel gezahlte Abgeltungssteuer durch Bank A über die jährliche Einkommenssteuererklärung zurück holen können.
Das ist äußerst umständlich, zeitintensiv und bringt Ihnen obendrein noch einen Zinsverlust, denn die zuviel gezahlte Abgeltungssteuer erhalten Sie frühestens mit Ihrem Einkommenssteuerbescheid zurückerstattet. Damit haben Sie Ihrem Finanzamt eigentlich einen "zinslosen Kredit" gegeben.
Vorteilhafter ist es, wenn Sie im oben genannten Beispiel Ihr Wertpapiere aus dem Depot der Bank A auf das Depot der Bank B übertragen, oder umgekehrt. Damit halten Sie alle Wertpapiere bei nur einer Bank, die dann in vollem Umfang Erträge und Verluste aufrechnen kann. Eine Bank kann immer nur das verrechnen, was ihr bekannt ist.
Sie könnten auch bei Bank A ein Zweit- oder Unterdepot eröffnen und darin die Wertpapiere aus dem Depot bei Bank B übertragen.
Sinnvoll ist es in jedem Fall, alle Wertpapiere bei nur einer Bank, in einem oder mehreren Depots, zu verwalten. Dann kann es eigentlich nicht passieren, dass Sie zuviel Abgeltungssteuer zahlen.















