Machen Sie Ihre Geldanlageentscheidung nicht von der Steuer abhängig
Wenn ab 01.01.2009 alle Kapitalerträge einheitlich mit 25% Abgeltungssteuer besteuert werden, wird so mancher Zinssparer wesentlich weniger Steuern als bislang zahlen müssen.
Dagegen werden diejenigen Anleger, die bisher vorrangig auf Rendite gesetzt haben, also an der Börse investiert waren, zukünftig etwas mehr Steuern zahlen müssen, denn Kursgewinne sind mit Einführung der Abgeltungssteuer nicht mehr steuerfrei.
Allerdings sollten Sie Ihre Geldanlageentscheidung nicht allein von der Steuer abhängig machen. Viel wichtiger ist die Rendite, die Sie erwirtschaften.
Bei einem durchschnittlichen Zinsertrag von 3% pro Jahr (z.B. Tagegeldkonto, Banksparvertrag) liegt Ihr Geld zwar sicher, verliert jedoch über die Jahre erheblich an Kaufkraft. Denn was bleibt von diesem Zinsertrag, wenn Sie die jährliche Inflationsrate (derzeit ca. 3%) und die Abgeltungssteuer abziehen? Unterm Strich bleibt ein Minus, d.h. Ihr angelegtes Geld verliert Jahr für Jahr an Wert. So sparen Sie sich arm.
Sehen Sie es doch einfach mal so: Die Abgeltungssteuer zahlen Sie künftig für die Zinsen auf dem Sparbuch wie auch für die Kursgewinne bei Aktien und Aktienfonds. Sie fällt in jedem Fall an. Also kann man sich doch gleich an der Rendite orientieren. Bei Produkten, die die Chance haben, langfristig eine höhere Rendite zu erwirtschaften, bleibt Ihnen nach Abzug von Steuern und Inflation, auf jeden Fall mehr übrig. Wieviel, ist jedoch immer abhängig von der jeweiligen Kursentwicklung.
Allerdings ist es auch nicht ratsam, sein ganzes Vermögen noch vor dem 01.01.2009 in Aktien oder Fonds anzulegen, nur wegen der Steuerfreiheit der Kursgewinne. Wenn die nächste größere Kurskorrektur kommt, dann können Sie vielleicht nicht mehr ruhig schlafen. Besser ist es, Sie machen sich vorher Gedanken und streuen Ihr Vermögen nach Ihrem persönlichen Risikoprofil. Dafür gibt es viele Möglichkeiten, Sie müssen Ihre finden.
Informieren Sie sich gründlich, bevor Sie investieren.















